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igor wird 10 - Großes Firmenjubiläum am 28.02.2011

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Seit 10 Jahren entwickeln wir als oberösterreichisches Unternehmen innovative Produkte und Lösungen im Bereich der regenerativen Medizin. Speziell im Bereich der Knorpelrekonstruktion und Knochenersatz arbeiten wir an ständigen Verbesserungen und Möglichkeiten den Patienten Lebensqualität zurückzugeben oder zu erhalten.

Von der Theorie zur Praxis

Die Geschichte des Institutes für Gewebe- und Organrekonstruktion, kurz igor, begann schon 1997 in Wels, damals als Forschungsgruppe der Firmengründer OA Dr. Martin Fussenegger, Dr. Johann Meinhart und DI Christian Knall, die es sich zum Ziel machten Knorpelschäden biologisch zu behandeln durch die Möglichkeit der Zellzüchtung aus patienteneigenem Material.

Bevor aber am 28.02.2001 die Firmengründung stattfand, musste nach erfolgreicher Forschungsarbeit ein Reinraumlabor nach den hohen Standards des Arzneimittelgesetzes AMG und der Good Manufacturing Practice GMP gebaut werden.

Als erstes österreichisches Unternehmen stellten wir Komplettlösungen im Bereich der MACT - Matrix assoziierten autologen Chondrozyten Transplantation zur Verfügung. Wobei es schon immer ein großes Anliegen war ganz individuell auf die Bedürfnisse der Patienten einzugehen und dabei immer gleich bleibende Qualität zu liefern.

Ein essenzieller Teil der IGO®-Methode, die bei über 800 Patienten zum Einsatz kam, ist die Sicherstellung einer hohen Zelldichte des Implantats und somit der Qualität!

Bei der autologen Zellzucht im Labor werden 20-30 Millionen Zellen innerhalb von in etwa 30 Tagen gezüchtet. Vor der Implantation wird im Rahmen der Qualitätssicherung die Zellzahl und Viabilität bei jedem einzelnen Produkt kontrolliert und dokumentiert.

In eine 3 D-Matrix, die dem präparierten Defekt angepasst wird, wird unmittelbar vor der Implantation die Zellen-Matrix eingespritzt, somit bleibt die volle Zellzahl für den Defekt erhalten und bietet bestmögliche Qualität und Quantität für den Patienten.

Biotechnology meets Medicine – Die Geschichte einer erfolgreichen Kooperation

Der Bereich der Physiotherapie und Rehabilitation haben wir im Jahr 2007 einen regionalen Partner mit der Firma Leotec gefunden, der sich auf die Rehabilitation und Nachbehandlung von Patienten mit Magnetfeldtherapie spezialisiert hat.

Zusammen haben wir neue Therapieansätze für die Rehabilitation nach MACT unserer Patienten und natürlich auch für die Unterstützung der behandelnden Ärzte und Physiotherapeuten Sorge getragen.

Man darf nicht vergessen, dass eine Knorpelrekonstruktion alleine noch keinen Heilerfolg bedeutet. Besonders wichtig ist die Rehabilitationsarbeit mit dem Patienten, um das Implantat, insbesondere die Knorpelzellen anzuregen neues Gewebe zu bilden und den Knorpel auf Dauer zu festigen. Auch wenn keine Schmerzindikation mehr vorhanden ist, so soll mit den Übungen fortgesetzt werden, denn nur mit der mechanischen Belastung des Defektes kann ein dauerhafter Heilerfolg verzeichnet werden.

Aktuelle Fälle zeigen, dass die Langzeitnachtherapie sich als sehr essentiell erwiesen hat, weshalb ein weiterer wichtiger Schritt im Rahmen des integrierten Versorgungssystems geleistet wird.

Zurzeit wird ein Netzwerk, zum Thema MACT mit ausgebildeten Physiotherapeuten aufgebaut, um den Patienten eine sichere Langzeitversorgung zu bieten.

Innovativ – Individuell – Igor

Ein Team aus Mitarbeitern organisiert und produziert auf die jeweiligen Patientenbedürfnisse abgestimmte Knorpelimplantate und sorgt weiters für die reibungslose Abwicklung bis hin zur Krankenanstalt.

Die hohen Qualitätsstandards finden sich auch in der erfolgten GMP-Zertifizierung im Zuge der AMG Begutachtung durch das Bundesministerium für Gesundheit im Jahre 2006 wieder.

Durch die Auflage des neuen Gewebesicherheitsgesetzes GSG im Jahre 2008 ist igor auch eines der wenigen Unternehmen, das bestehend durch die Zertifizierung lt. GMP, sogleich die Zulassung laut GSG angesucht und bekommen hat.

Wer nicht forscht steht still

Zukünftig wird das Erschließen neuer Anwendungsgebiete im Bereich der regenerativen Medizin von der Sehnenrekonstruktion über die Stammzelltherapie bis hin zum Knochenersatz ein Hauptaugenmerk unserer Forschungsarbeit mit verschiedenen österreichischen Instituten und Kooperationspartnern sein.

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist die Ausbildung und Schulung unseres Personals, dass auch Diplomanden und Praktikanten von verschiedenen schulischen und universitären Einrichtungen beinhaltet, da es uns ein besonderes Anliegen ist jungen Menschen Freude am Beruf und Freude an der Mitwirkung zur Entstehung neuer Möglichkeiten für unsere Patienten zu lernen.

Eines unserer Erfolgsrezepte ist, dass Beruf nicht nur Beruf, sondern auch Berufung ist und somit in unserem Team immer neue Ideen und Visionen für die Versorgung und die Hilfe am Menschen entstehen.

Deshalb freuen wir uns auch auf weitere erfolgreiche 10 Jahre mit unseren Kunden und Partnern.

Forschung bei Igo®

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Wir sind ständig damit beschäftigt bestehende Prozesse zu verbessern und neue Möglichkeiten im Bereich des Tissue Engineerings zu erforschen. Diplomanden der FH Wels, der FH Linz als auch der Universität Salzburg arbeiten dazu in Zusammenarbeit mit Igor an den verschiedensten Forschungsprojekten.

Über die neuesten Projekte möchten wir Ihnen hier einen kurzen Überblick geben:

  • Im medizinischen Bereich werden derzeit verschiedenste Knochengranulate und prozessierte Knochenfragmente zur Behandlung von Knochenschäden verwendet. Solche Materialien dienen jedoch nur als Füllkörper, welche nach der Operation erst von patienteneigenen Knochenzellen besiedelt und umgebaut werden müssen. Vorteilhafter wäre es in solchen Fällen, wenn bereits mit patienteneigenen Zellen besiedelte Knochenpräparate zur Verfügung stehen würden, welche sich sofort in das umgebende Gewebe einfügen.

Aus diesem Gedanken heraus beschäftigt sich eines unserer derzeitigen Projekte damit, organische Kollagengerüste sowie anorganische Kalziumgerüste aus Knochengewebe zu gewinnen, welche anschließend im Labor mit humanen Zellen besiedelt werden können. Ziel dieser Arbeit ist es einsatzfähige autologe Knochenpräparate für den humanen Knochenersatz zu entwickeln.

  • Auch die Behandlung von Knorpeldefekten ist ein Gebiet in dem wir ständig neue Ideen entwickeln. Ein Projekt in diesem Forschungsgebiet beschäftigt sich mit der Entwicklung von Trägermaterialen aus verschiedenen biologischen Substanzen, welche mit humanen Chondrozyten besiedelt, in der Zukunft zur Behandlung von Knorpeldefekten dienen könnten. Ein Vorteil wäre die perfekte Anpassung des autologen Materials an die Defektgröße und eventuell eine erhöhte Produktion von Knorpelgrundsubstanz der Knorpelzellen in der kompakten Struktur dieser Spheroide. Dies hätte eine qualitative Verbesserung des Implantats zur Folge.
  • Wir sind natürlich auch bestrebt bereits bestehender Prozesse ständig  zu verbessern. Daher beschäftigen wir uns auch mit der Entwicklung gleichwertiger Alternativen für Materialen, die zur Herstellung unserer Produkte benötigt werden. Ein Produkt, mit dem wir uns in diesem Zusammenhang derzeit näher beschäftigen, ist der Einsatz von Thrombozytenextrakt als alternative zu fötalem Kälberserum oder autologem Serum. Fötales Kälberserum zählt zu den am häufigsten verwendeten Mediumzusätzen in der Zellkultur und wird von uns im Labor nur dann verwendet, wenn kein patienteneignes Serum zur Verfügung steht oder dieses nicht unseren Qualitätsanforderungen entspricht. Die Herstellung dieses Serums ist sehr kostenintensiv und ethisch bedenklich. In Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen untersuchen wir, ob Thrombozytenextrakt einen adäquaten Ersatz als Mediumzusatz darstellt.

 

 

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